Ving Tsun

VingTsun Kung-Fu ist ein Sport in jedem Alter. Kinder profitieren gleichermaßen, wie rüstige Senioren. VingTsun ist mehr als reine Selbstverteidigung. Es ist eine echte Kampfkunst, die sich auf jede Ebene des Selbstbewusstseins auswirkt. Balance, Schlagkraft, Körpergefühl, Gleichzeitigkeit, Koordination und Konzentration stehen im Mittelpunkt. Durch konzentriertes Üben einzelner Disziplinen werden traditionelle Techniken gelernt. Das sind die Grundpfeiler der inneren Wahrnehmung, welche dem Grundprinzip folgt: „Kämpfen zu lernen, um nicht kämpfen zu müssen“.

Die Formen im VingTsun

Die Ausbildungsstufen des VingTsun sind in sogenannte Formen gegliedert und harmonisch aufeinander abgestimmt. Gerne bespreche ich sie im Detail mit dir und helfe jede Stufen zu erklimmen, die du dir wünschst.

1. Form: SIU NIM TAO – Junge Idee und Basiskonzept

Die erste Form trainiert Körper und Geist. Durch den Stand, dem Yee Ji Kim Yeung Ma, werden die Muskeln im Körperrumpf gestärkt und die Wirbelsäule entlastet. Die Form schult die Fähigkeit den eigenen Körper präzise zu koordinieren. Es werden wichtige Elemente wie die Ausrichtung Chiu Ying und der elastische Vorwärtsdruck trainiert, der sich Lat Sau Jik Chung nennt.


2. Form: CHUM KIU – den Weg überbrücken

Diese zweite Form lehrt die Kraftentwicklung aus der Hüftrotation. Es ist auch der Beginn der Schrittarbeit Seung Ma und der Fußtritte Dang Gerk. Ein Zweikampf ist sehr dynamisch und ein Gegner kein kooperativer Trainingspartner. Daher lehrt diese Form Werkzeuge, um auch in schwierigen Situationen die eigene Balance zu halten.


3. Form: BIU JEE – stechende Finger

In der Theorie ist Ving Tsun ein perfektes Kampfsystem. Der Mensch ist allerdings kein Computer der eine Theorie zu 100% umsetzen kann. So können im Kampf grobe Fehler im einstudierten Ablauf gemacht werden, an die man sich sehr dynamisch anpassen muss. Deshalb bricht diese Form mit einigen wichtigen Grundideen des Ving Tsun, um in Extremsituationen zu bestehen und flexibel zu bleiben.

4. Form: MUK JAN CHONG – Training an der Holzpuppe

Das Training an der Holzupuppe vereint die Elemente aus der bisherigen drei Formen. Als wichtiges Trainingsgerät verbessert die Holzpuppe das Distanzgefühl, Timing, Koordination und Angriffswinkel. Bei korrekter Ausführung erhält der Praktizierende ein deutliches Feedback und bringt seine Fähigkeiten auf ein höheres Niveau.

5. Form: LUK DIM BOON GWAN 6.5 – der lange Stock

Das Training mit dem Langstock verbessert Kontrolle, Balance und Koordination. Diese Form bildet durch den speziellen Trainingsdrills eine enorme strukturelle Kraft aus. Vor allem der tiefe Shaolin-Stand Sei Ping Ma, mit dem eng anliegenden hinteren Ellbogen schult die ganzkörperliche explosive Kraftentfaltung.

6. Form: BAAT CHAM DAO – das doppelte Messer

Die Konzepte und Winkel dieser Form unterscheiden sich teilweise stark vom waffenlosen Training. Hier ist es nicht ratsam dem Gegner frontal gegenüber zu stehen. Dieser Stand ist nur im waffenlosen Kampf nützlich. Nun verlassen wir durch spezielle Schrittarbeit die gegnerische Angriffslinie und flankieren den Angreifer. Dabei ist vor allem Schnelligkeit, Timing und Kampfgeist gefragt